Laufdorf

Ringstraße 21 Eingang

Laufdorf Eingang

Eine Station des Laurentiuskonvents entsteht

1977 ziehen Ruth und Wilfried Warneck von Römlinghoven bei Bonn, einer früheren Station des Laurentiuskonvents, nach Laufdorf, einem kleinen hessischen Dorf am Randes des Naturparks Hochtaunus. Zusammen mit Familie Wilmers, die bereits zuvor von Römlinghoven nach Wetzlar gezogen war, schaffen sie den Grundstock für eine neue Station des Laurentiuskonvents.
1984 erwirbt der Laurentiuskonvent einen Bauernhof im alten Dorfkern. Der Umbau von Scheune und Stallungen mit Holz, Stroh und Lehm wird weitgehend in mehrjähriger Eigenarbeit durchgeführt. Freiwillige aus dem Dorf und dem In- und Ausland unterstützen das Unternehmen. Die um- und ausgebaute Scheune wird zum Zentrum für das Gemeinschaftsleben. In der Folge erwerben nachfolgende Familien und Einzelpersonen dicht beieinander liegende Wohnräume.
Sieben kleine Zimmer im Gemeinschaftshaus geben Raum für die Aufnahme von Einzelgästen und kleinen Gruppen. Ein weiterer zeltförmiger Raum unter dem Dach dient als Andachtsraum. Der helle Gruppenraum im Erdgeschoss, das angrenzende Esszimmer mit dem langen Tisch und die geräumige Küche bieten die Möglichkeit, Seminare zu veranstalten und zu beherbergen. Ein Gästeappartement ermöglicht auch längere Aufenthalte.
Zug um Zug kamen Gemüse- und Obstgärten sowie ein kleiner Hühnerhof hinzu.

Kapelle

Kapelle

Die Gruppe Laufdorf heute

Heute leben wir als ‚Gruppe Laufdorf des Laurentiuskonvents‘ in verbindlicher Nachbarschaftsgemeinschaft. Das Leben in einzelnen Häusern ermöglicht uns ein wachsames Abwägen zwischen Nähe und Distanz, zwischen Privatsphäre und Gruppenleben.
Derzeit sind wir vier Ehepaare und eine Frau. Bis auf eins sind unsere Kinder erwachsen und wohnen nicht mehr bei uns.
Wir kommen aus verschiedenen Gegenden Deutschlands und Europas. Wir sind unterschiedlich religiös sozialisiert. Dennoch erleben wir immer wieder, dank unserer gemeinsamen Praxis und Reflexion, wie unsere Geschichten und Prägungen, unsere Gaben und Träume zu einem neuen Ganzen werden.
Wir verdienen unseren Lebensunterhalt außerhalb der Gemeinschaft.
Wir pflegen vielfältige Kontakte und Beziehungen im Dorf, in der Region und in ökumenischen und anderen Netzwerken.
Wir engagieren uns in unseren jeweiligen Kirchen und Gemeinden.
Wir verantworten Häuser und Gärten gemeinsam.

Mahnwache für den Frieden

Mahnwache für den Frieden

Wir empfangen Gäste in unseren Räumen und teilen mit ihnen unser Leben.
Wir ernähren uns aus unseren Gärten und kaufen möglichst fair gehandelte, regional und biologisch erzeugte Produkte ein.
Mehrmals wöchentlich essen wir zusammen. Am Wochenende haben wir nach dem Abendessen Zeit zum Spielen, Singen, Musizieren, Tanzen, Fotos und Filme anschauen.

Wir treffen uns

  • zu Gebetszeiten mit Bibellesung, Gesang und Stille
  • zu Impulsen mit Bildern, Musik, Texten aus unterschiedlichen Quellen, teilen Stillezeiten oder suchen den Austausch
  • zum Feiern mit Spiel, Tanz, Musik, bei Essen und Trinken
  • zum Bibellesen und lassen Glaubensaussagen aus fernen Zeiten zu uns sprechen.
  • zur Mahlgemeinschaft.

Unser Gruppenalltag braucht Absprachen und Transparenz. Entscheidungen für unser gemeinsames Leben treffen wir im Konsens.

Die sieben Punkte verbindlichen Lebens im Überblick

Struktur und derzeitige Gestalt des Gemeinschaftslebens

  1. Essen und Wohnen: wir essen einmal am Tag miteinander; wir teilen die Verantwortung für das Gruppenhaus, wir wohnen in eigenen und Gemeinschaftshäusern und bewirtschaften deren Gärten
  2. Beratung: beim regelmäßigen Gruppengespräch entscheiden wir im Konsens über Organisation und Gestaltung des Miteinanders.
  3. Finanzen: wir kaufen gemeinsam Lebens- und Putzmittel; wir finanzieren gemeinsam das Gruppenhaus und ein Auto.
  4. Beten: wir finden uns täglich in der Kapelle des Gruppenhauses zu Gebet bzw. geistlichem Impuls zusammen.
  5. Bibellesen: die Bibel spielt in unserem Leben als Gemeinschaft eine zentrale Rolle. Wir setzen uns mit ihr auseinander in unserer Suche nach Orientierung für den Alltag und unser Engagement.
  6. Gottesdienst: wir feiern regelmäßig Mahlgemeinschaft
  7. Unsere gemeinsam verantworteten Aktivitäten sind Friedensarbeit, Kontakte zu Flüchtlingen, Mitarbeit bei der Dorferneuerung, ökumenisches Frauenfrühstück, Mitarbeit im Eine-Welt Verkauf in Laufdorf, Gestaltung von Gottesdiensten…

Wer uns kennt oder kennenlernen will, ist herzlich eingeladen:

Zu unseren Kennenlerntagen vom 30.9.2017 bis 3.10.2017 könnt Ihr Euch noch bis 30.6.2017 anmelden. Details hier.

  • Mo: 8.00 Uhr Morgengebet mit Mahlfeier
  • Mo – Fr 18.30 Uhr Abendgebet
  • Mo – Fr 13.00 Uhr gemeinsames Mittagessen
  • Do 20.00 – 21.30 Uhr Bibelteilen oder gemeinsames Lesen von theologischen Texten
  • Sa 18.30 – 22.00 Uhr Abendgebet / Impuls; ab 19.00 Uhr Potluck, zu dem jede/r etwas beitragen kann. Danach Zusammensein mit Diskussion, Austausch, Spielen, Film, Tanz Musik, Singen etc.

Alle Angaben in unserem Faltblatt.
Wir laden ein, einige Tage oder auch Wochen mit uns zu wohnen und zu leben. Wir verfügen zusätzlich zu den einfachen Gästezimmern im Gemeinschaftshaus über ein Gästeappartement mit einem eigenen kleinen Sanitärbereich und einem Küchenblock.
Einen Überblick über unsere Aktivitäten gibt unser Jahresbrief 2016.

Wir sind erreichbar unter:

Laurentiuskonvent Ringstr. 21
35641 Schöffengrund-Laufdorf
Tel.: 06445/5560
mailto:Laufdorf(at)Laurentiuskonvent.de

nächste Bahnstation: Wetzlar, dann Bus 170 nach Laufdorf Linde:

RMV Fahrplanauskunft

mit dem Auto: von Wetzlar aus Richtung Brandoberndorf und Schöffengrun. In Laufdorf aus Wetzlar kommend am Zebrastreifen links abbiegen

Karte und Route:
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Unser Dorf

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